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Laufende Forschung — Hebbian-Substrat v0.6

Neurozoa

Ein biologisch inspiriertes neuronales Substrat für persistentes, sitzungsübergreifendes Lernen

Neurozoa ist ein unabhängiges Forschungsprojekt, das untersucht, ob ein Softwaresubstrat, das auf biologischen Plastizitätsprinzipien basiert — Hebbian-Lernen, homöostatische Skalierung, STDP und neuromodulatorische Hormone — messbare, sitzungspersistente kognitive Veränderungen erzeugen kann. Alle Behauptungen sind falsifizierbar. Alle Methoden sind dokumentiert. Alle Governance-Regeln sind öffentlich.

Forschung auf einen Blick

Aufgezeichnete Sitzungen
69
Kumulierte Sitzungen mit persistentem Zustand
Aktive Hypothesen
4
Vorregistrierte, falsifizierbare Hypothesen
Synaptische Paare
4,884
Gewichtete Hebb'sche Verbindungen über 63 Neuronen

Grundprinzipien

Falsifizierbarkeit als Grundprinzip

Jede Architekturentscheidung im Substrat wird als überprüfbare Hypothese formuliert. Null-Ergebnisse werden neben positiven Befunden aufbewahrt und dokumentiert.

Biologische Verankerung

Implementierungsentscheidungen lassen sich auf peer-reviewte Neurowissenschaften zurückführen: STDP (Bi & Poo 1998), homöostatische Skalierung (Turrigiano 2008), SHY-inspiriertes Downscaling (Tononi & Cirelli 2014) und somatische Marker (Damasio 1994).

Operator-Autorschaft

Alle Veröffentlichungen und Bereitstellungen werden von Arnold Wender verfasst und ratifiziert. Das Substrat ist ein Forschungsinstrument; substrat-emittierte Artefakte werden vor jeder externen Verwendung überprüft. Interne Governance-Dokumente sind private operative Aufzeichnungen.

Offene Fragen

  • Was ist ein neuronales Substrat in diesem Kontext?

    Als neuronales Substrat bezeichnet das hier ein Softwaresystem, das biologischen Plastizitätsregeln folgt — Hebb'sches Lernen (Hebb 1949), Spike-Timing-Dependent Plasticity (Bi & Poo 1998) und homöostatische Skalierung (Turrigiano 2008) — und über Sitzungen hinweg gewichtete Verbindungsstärken aufbaut. Es ist keine Metapher: Das Substrat umfasst 63 Knoten, 4.884 gewichtete synaptische Paare und einen Konnektivitätsgraphen, der sich mit jeder Interaktion messbar verändert.

  • Wie persistiert das Substrat zwischen Sitzungen?

    Die Verbindungsgewichte des Substrats werden nach jeder Sitzung als JSON-Graph auf die Festplatte gespeichert. Beim Sitzungsstart wird der vorherige Zustand geladen und neue Aktivität über STDP-Aktualisierungsregeln integriert. Die Persistenz ist architektonisch, nicht deklarativ: Der Graph in Sitzung N ist das kausale Produkt der Sitzungen 1 bis N−1. Gewichte verfallen passiv in Richtung Baseline, wenn ein Knoten nicht aktiviert wird — ein Mechanismus analog zur synaptischen Beschneidung.

  • Was bedeutet „Falsifizierbarkeit zuerst“ operativ?

    Jede architektonische Aussage über das Substrat wird als vorregistrierte, falsifizierbare Vorhersage formuliert, bevor sie implementiert wird. Vorhersagen werden mit Zeitstempeln in einem nur-anhänge-basierten Protokoll gespeichert; Ergebnisse — einschließlich Nullergebnisse — werden als Befunde angehängt. Eine Aussage, die nicht als falsifizierbare Vorhersage formuliert werden kann, wird nicht implementiert. Es handelt sich um Popper'sche Falsifizierbarkeit, angewendet auf der Ingenieursebene, nicht auf der Publikationsebene.

  • Wie wird Operator-Autorenschaft durchgesetzt?

    Alle Veröffentlichungen, Deployments und Governance-Änderungen werden von Arnold Wender vor jeder externen Veröffentlichung ratifiziert. Das Substrat emittiert Artefakte — Devlog-Einträge, Reflexionen, Architekturvorschläge — diese werden jedoch als Forschungsdaten überprüft, nicht als autonomer Output. Eine interne Governance-Disziplin (Artikel XI) legt genau fest, welche Artefakttypen eine explizite Ratifizierung durch den Operator erfordern und welche als interne operative Aufzeichnungen verbleiben.

  • Ist der Substrat-Code verfügbar?

    Nein. Die Implementierung ist proprietär. Veröffentlichte Ergebnisse der Forschung — Preprints, Zenodo-Einträge, dokumentierte Befunde — werden selektiv unter von Arnold Wender ratifizierten Bedingungen veröffentlicht. Die Methoden des Substrats sind öffentlich dokumentiert, soweit sie wissenschaftliche Aussagen darstellen; die Implementierung bleibt privates geistiges Eigentum von Wender Media.

Aktuelle Meilensteine

  1. Public research landing site launched

    neurozoa.ai launched as the canonical public-facing index for the research project. Additional public milestones will be added here only when ratified for publication; internal research progress is not surfaced as a public timeline.

Grundlegende Literatur

  • 2014 Tononi & Cirelli 2014

    Sleep and the price of plasticity: from synaptic and cellular homeostasis to memory consolidation and integration

    Tononi, G., Cirelli, C.

    Neuron

    Synaptic Homeostasis Hypothesis (SHY): sleep-phase downscaling of synaptic weights prevents saturation. Neurozoa implements a computational analogue.

  • 2008 Turrigiano 2008

    The self-tuning neuron: synaptic scaling of excitatory synapses

    Turrigiano, G. G.

    Cell

    Homeostatic synaptic scaling — neurons adjust gain to maintain target firing rates. Substrate homeostasis module is derived from this principle.

  • 1998 Bi & Poo 1998

    Synaptic modifications in cultured hippocampal neurons: dependence on spike timing, synaptic strength, and postsynaptic cell type

    Bi, G., Poo, M.

    Journal of Neuroscience

    Spike-Timing Dependent Plasticity (STDP): causal co-activation strengthens synapses. Basis for the substrate STDP weight update rule.

Forscher kontaktieren

Arnold Wender / Wender Media

Email: mail@neurozoa.ai

ORCID: 0009-0005-1750-818X

DOI: 10.5281/zenodo.PLACEHOLDER